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Upstall unverbaut

Vorher

Der Wald am Rande der Upstallwiesen ist ein zentrales Identifikationsmerkmal der Gemeinde Stahnsdorf. Die dort wachsenden Bäume sind viele Jahrzehnte alt und bieten eine Heimat für eine große Vielzahl an Tieren. So dienen die Upstallwiesen als Naherholungsgebiet und sind gleichzeitig essenziell für den naturnahen Charakter Stahnsdorfs.

Nachher

Nachdem der Wald an den Upstallwiesen zweimal komplett abgeholzt wurde – dabei wurden jahrzehntealte Eichen gefällt und viele Tiere verloren ihren Lebensraum – wurden verschiedene Baupläne vorgestellt. Einer der Vorschläge sah vor, drei Wohnhäuser mit Tiefgarage zu errichten, die insgesamt 63 Wohnungen bieten sollten, ein anderer eine Unterkunft für Geflüchtete.

Unsere Forderungen

1

Der Upstall mit seinen Wald- und Wiesenflächen - unverbaut ist das historische Erkennungmotiv der Gemeinde Stahnsdorf - dies soll so bleiben.

5

Der Upstall - unverbaut ist ein wichtiger Teil für den Biotopverbund der Wälder und Grünflächen in der Gemeinde Stahnsdorf. Bäketal, Upstall, Beethovenwäldchen, Dorfplatz und Schwarzer Pfuhl machen Stahnsdorf zum lebenswerten Ort mit dem Motto "Wohnen und Arbeiten im Grünen".

3

Der Upstall - unverbaut enthält wertvollen, mindestens 60 Jahre alten, vermutlich aber viel älteren Wald. Ein Großteil davon ist vollständig gerodet und muss wiederhergestellt werden.

6

Der Upstall - unverbaut ist stadtnaher Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen.

2

Der Upstall - unverbaut ist Teil der historischen Landschaftsentwicklung im Band von Potsdam bis Teltow und darf nicht zerstückelt werden.

7

Der Upstall - unverbaut bedeutet Lärmschutz für die Anwohner*Innen um ihn herum.

4

Der Upstall - unverbaut und hier gerade der Wald ist bedeutend als Reservoir für die Wasserversorgung im Ballungsraum der Metropolregion Berlin-Potsdam. Die Entwicklungen des Grundwasserspiegels gefährden bereits jetzt die Trinkwasserversorgung der Region. Eine Bebauung würde den Boden unwiederbringlich verdichten, eine Wasseraufnahme wäre nicht mehr möglich.

8

Der Upstall - unverbaut hat eine wichtige Erholungsfunktion. Hierzu gehören untrennbar unverstellte Sichtachsen.

In ihrer Nachhaltigkeitsstrategie hat sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, den Flächenverbrauch für Siedlung und Verkehr zu reduzieren. Von heute rund 52 Hektar pro Tag soll er bis zum Jahr 2030 auf unter 30 Hektar pro Tag sinken, um bis zum Jahr 2050 einen Flächenverbrauch von netto Null zu erreichen. „Um den zunehmenden Flächennutzungskonkurrenzen [ ] gerecht zu werden, bedarf es einer sorgfältigen planerischen Konfliktbewältigung. Der Bund stellt den Ländern und Kommunen mit dem Raumordnungsgesetz, dem Baugesetzbuch und dem Bundesnaturschutzgesetz ein umfassendes rechtliches Instrumentarium zur Steuerung der Flächeninanspruchnahme zur Verfügung. Das Baugesetzbuch verpflichtet die Kommunen als Träger der Bauleitplanung zum sparsamen und schonenden Umgang mit Grund und Boden und zur Begrenzung der Bodenversiegelung auf das notwendige Maß. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz sind Eingriffe in Natur und Landschaft soweit wie möglich zu vermeiden"

Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung